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Die Aufnahmen entstanden bei Hubschrauberflügen anlässlich eines
Festes der KGV Sonnenschein.
Die Miniaturen werden beim Anklicken auf 800x533 Pixel vergrößert.
Alle Fotos sind selbsterstellt und unterliegen dem Copyright ©.
Bei beabsichtigter Verwendung der Bilder sind die Autoren zu kontaktieren:
Familie Eidner.
Im folgenden Text stehen die Abkürzungen NLW für das Niederlehmer Werder, KGV für Kleingartenverein
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Das NLW liegt südöstlich der Hauptstadt innerhalb
des Berliner Autobahnrings in einer Niederung. Die oberste Bildreihe
zeigt aus, verschiedenen Richtungen betrachtet, die Einbettung des Niederlehmer
Werders in die Umgebung. Die nachfolgenden Bilder vertiefen einige Besonderheiten
der 7 Kleingartenvereine auf dem Niederlehmer Werder. Zwischen Gewässerrand
und Wald wurden auf 61,5 Hektar, die ehemals extensiv landwirtschaftlich
genutzten wurden, 922 Parzellen zwischen 1987 und 1990 geplant und schrittweise
erschlossen. Einerseits ist eine streng geometrische Parzellierung kennzeichnend.
Die Kleingärten einschließlich des Wegesystems umfassen 30,88
Hektar. Das übrige Gebiet dient entweder gemeinschaftlichen Zwecken
oder wird durch den Verbund der 7 ansässigen Vereine als Lebensraum
für geschützte Pflanzen und Tiere erhalten und entsprechend
gepflegt. So hat sich z. B. die Pferdebeweidung bewährt, um der
Verbuschung entgegenzuwirken, aber auch zur Freude der Kinder. Neben
den Offenländern fallen linienförmige Gehölzreihen auf.
Diese begleiten insbesondere die Gewässerufer, aber auch Gräben
bzw. Dämme im Gebietsinnern. Sie sind bevorzugte Singwarten für
bis zu 20 Nachtigallen und bis zu 27 Gartengrasmücken in einer
Brutsaison. Auch viele andere Singvögel besiedeln die Gehölzreihen
in teilweise sehr hohen Dichten. Zum Nahrungserwerb suchen die Vögel
gern auch die umliegenden Gärten auf.
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Blick nach Nord: von Niederlehme
auf das NLW in Richtung Berlin. Die Dahme und ihrer seenartigen Erweiterungen
prägt die Landschaft.
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Blick nach Süd: vom
NLW in Richtung Niederlehme. In der oberen Bildmitte liegt der Möllenzugsee.
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Blick vom Großen
Zug auf das komplette NLW. Die im Bild links liegende Hauptstraßen
Wernsdorf-Niederlehme und die Straße zum Miersdorfer Werder (rechts)
bilden in etwa die Gebietsgrenze.
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Blick nach West vom Wald
auf die Dahmeseen: Im Vordergrund der KGV Waldhöhe, in der Mitte
die Vereine Sonnenschein, Sellenzugsee und Energie (v.l.n.r.).
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Blick nach NO vom NLW auf
den Großen Zug. Erkennbar ist streng geometrische Parzellierung
von beachtlichen Teilen der Vereine Sonnenschein, Sellenzugsee und Energie.
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Der KGV Energie (unten
und rechte Bildmitte) befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft von
Einfamilienhäusern am Großen Zug (oben) und Sellenzugsee
(links), Trotz vollständiger Zersiedlung der betroffenen Uferregion
blieb ein hoher Baumbewuchs erhalten.
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Der KGV Energie reicht
bis an die Straße (rechts) zwischen Wernsdorf nach Niederlehme.
Außer regelmäßig geschnittenen Parzellen umfasst es
ein größeres Feuchtgebiet (linke Bildmitte), welches zur
Biotoppflege von Pferden beweidet wird.
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Nochmaliger Blick vom KGV
Energie auf den Großen Zug, jetzt aus geringerer Höhe. Die
Baumreihe markiert den Hauptweg entlang eines Grabens, im Vordergrund
eine Parzelle, die wegen Vernässung nicht als Kleingarten vergeben
sondern als Kleinbiotop gepflegt wird.
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Blick über das langgestreckte
parzellierte Gebiet des KGV Energie (zwischen den Wegen) mit dem großen
Feuchtgebiet (rechts). Auf der linken Bildseite der KGV Sellenzugsee,
im Hintergrund die gleichnamige Verbreiterung der Dahme.
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Der nachhaltige Schutz
des Uferrandstreifens ist ein gemeinsames Anliegen aller KGV auf dem
NLW. Auch die Gemeinschaftssteganlage im Sellenzugsee (vorn rechts)
ist ein Zeugnis des konsequenten Uferschutzes. Die im Bild noch davor
liegende Badestelle ist als solche kaum zu erkennen.
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Der KGV Sonnenschein ist
der größte von allen Vereinen auf dem NLW. Hier, in einem
Blick in Richtung Sellenzugsee, ist vor allem der bebaute Bereich zu
sehen, nicht aber das große Offenland zwischen der Hauptstraße
und den Parzellen.
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Ein anderer Blick auf den
KGV Sonnenschein zeigt ein Feuchtbiotop, welches durch die Anlage einer
künstlichen Vertiefung im Sommer nicht mehr gänzlich austrocknet.
Rechte Bildmitte: Sellenzugsee. Links neben dem Weg, der zu einer kleinen
Badestelle führt, beginnt der KGV Möllenzug mit einem kleinräumigen
Mosaik aus Parzellen und Freiräumen.
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Nicht nur Feuchtgebiete
wurden von der Parzellierung ausgespart. Auch das sogenannte "Museumsland"
wurde wegen seiner archäologischen Bedeutung nicht parzelliert,
sondern wird als Parkplatz genutzt. Dahinter: KGV Inselblick mit seiner
idyllischen Wasserlage.
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Über eine schmale Landzunge erreicht man schließlich
den KGV Inselblick (links). Diese Verbindung, ein möglicherweise
ehemaliges Kranichbrutgebiet, war früher nicht ganzjährig
begehbar. Auch im Innern von Inselblick stand damals noch das Wasser.
Immerhin ist der wertvolle Uferstreifen der Zivilisation nicht zum Opfer
gefallen, sondern zusammenhängend erhalten geblieben.
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Am Möllenzugsee sind
2 Vereine angesiedelt: Der sehr kleine gleichnamige KGV im Vordergrund,
fast vollständig verdeckt durch die Bäume, erkennbar jedoch
am eigenen kleinen Zugang zum Wasser und der flächenmäßig
sehr große KGV "Möllenzug" mit einem völlig
vorgelagerten Schilfgebiet im Süden, welches wegen der Umzäunung
völlig unberührt ist.
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Kurz vor der Landung gelang noch diese Aufnahme. Von
der Straße aus ist der Verein "Sonnenschein" nicht zu
erkennen, denn ihm vorgelagert ist das größte zusammenhängende
Feuchtgebiet auf dem NLW. Eine zusätzliche Struktur schafft ein
grabenbegleitenden Damm mit einer Gehölzreihe. Links im Hintergrund:
KGV Möllenzugsee, erkennbar am Parkplatz, dahinter KGV Möllenzug.
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Die bedeutende Lebensraumfunktion von Strukturen auf dem NLW, insbesondere von Gehölzreihen, wurde mit Hilfe habitatbezogene Flächen- bzw. Liniendichten herausgearbeitet. Demnach können die Gehölzstreifen auf dem Niederlehmer Werder als überdurchschnittlich gut besetzt gelten, eine Folge des Zusammenwirkens von kleingärtnerischer Nutzung (Eutrophierung, Nahrung) und Naturschutzmaßnahmen der hier ansässigen Kleingartenvereine. |
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