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BOA-Warthe-Exkursion vom 15./16. Juni 2002

Ein Highlight der Berliner Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft (BOA)

Owczary - Ein allseits bemerkenswerter Startpunkt in die Warthe-Niederung


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Informationen zur Warthe
"Betonweg" mit Fotos von 5 Seeschwalbenarten (15.6.02)
Exkursion im Naturpark "Untere Warthe" (16.6.02)
Karte
Abstecher zur Oder bei Owczary (16.6.02)
Artenliste 2002
BOA-Warthe-Exkursion 2001 mit Gebietsinformationen und Artenliste
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Owczary war nicht nur unser Startpunkt sondern hat selbst etwas zu bieten: Die unter dem Schutz des Lubuski Naturschutzverbandes stehenden Trockenrasen bei Owczary gehören zu den am besten erhaltenen in Polen. Hier wachsen seltenen Pflanzen wie Astlose Graslilie, Federgras und Mannstreu. Der Leiter der Naturschutzstation Dr. Jermaczek, der viel besser deutsch spricht als er glaubt, vermittelte uns in der kurzen Zeit viele tiefe Eindrücke. Neben den Naturschönheiten hat mich die hervorragende Organisation durch die polnischen Gastgeber besonders beeindruckt..

Alle Fotos lassen sich durch Anklicken einzeln bzw. als Diaschau (je 9 s) vergrößern.
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Das Museum bietet einfache Übernachtungsmöglichkeiten mit 4 Gästezimmern und ca. 20 Schlafplätzen
In engster Nachbarschaft brütet der Weißstorch, dessen Nachwuchs am besten von den Gästezimmern aus zu beobachten ist.
Vorn im Bild der Trockenrasen, hinten fließt die Oder. Der Abstecher dort hin lohnt sich !
Auf dem kurzen Weg zur Oder kommt man durch abwechslungsreiche landwirtschaftliche Nutzflächen.
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Aber erst einmal macht uns Dr. Jermaczek (rechts) auf Besonderheiten des Trockenrasens aufnerksam.
Auch die Vogelwelt kommt nicht zu kurz. Zu den typischen Vertretern zählen Grauammer, Neuntöter, Wendehals.
Reizvoll sind auch die abendliche Stimmung auf dem Berg und der Duft der Gräser.
Irgendein Vogel fesselt immer die Aufmerksamkeit der Ornithologen, welch ein schönes Hobby !

Unser polnischer Führer Dr. Jermaczek, erklärt uns vor Ort, was man in seiner Broschüre nachlesen kann:
An manchen Stellen, besonders an den wärmebegünstigten Hängen der Täler und Moränenhügel, stößt man auf kleine Wiesenflächen mit Steppenpflanzen. Diese wärmeliebenden Pflanzengesellschaften (Trockenrasen) treten in unserem Klima sehr selten auf, sind aber für die Pflanzenwelt an Warthe und Oder charakteristisch. Meistens haben sie keinen natürlichen Ursprung. Sie entstanden aus alten Rodungen oder Einschlägen, die jahrhundertelang durch Vieh besonders durch Schafe, beweidet wurden. Die Liste der Pflanzen, die an solche Standorte gebunden sind, ist sehr lang. Solche seltenen Trockenrasen konnten sich an einigen Hängen erhalten. Ein spezifisches Mikroklima sorgt dort dafür, dass der Boden und die untersten Luftschichten relativ warm sind. Überdies muss der Boden kalkhaltig und fruchtbar sein. Diese günstigen Bedingungen sind nur an manchen Hängen von Oder- und Wartheniederung gegeben. In der Umgebung von Owczary, Gorzyca und Pamiecin liegen die meisten Trockenrasen in Polen. Der Lebenszyklus und -rhythmus der Trockenrasen ist dem der Steppen ähnlich. Bereits im Vorfrühling, gleich nach der Schneeschmelze, blühen Fingerkraut, Riedgras und winzige einjährige Pflanzen wie Steinbrech, Gänsekresse, Hornkraut und Ehrenpreis. Seinen Vegetationshöhepunkt erreicht der Trockenrasen schon im Spätfrühling, spätestens jedoch im Frühsommer. Zu dieser Zeit begeistert er durch seine Üppigkeit, Vielfarbigkeit und durch den Reichtum an Blumen.
Quelle: Jermaczek A. et. al.: Warthemündung - Natur und Tourismus. ISBN 83-87846-09-0, Swiebodzin 1999.

Kontakt:

Stacja Terenowa Lubuskiego Klubu Przyrodników
Owczary 17
69-113 Górzyca
Telefonnummer: (0048) 95 759 1220
e-mail-Adresse: owczary@lkp.org.pl (auch in deutscher Sprache)
deutschsprachige Homepage: http://www.lkp.org.pl/ger_index.html

Der WWF half dem Lubuski Naturschutzverband beim Aufbau des einzigartigen Wiesenmuseums in Owczary.

 

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