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An der Oder bei Lossow/Finkenherd südlich Frankfurt

Ausflüge vom 2. Mai und 9. Mai 2002


Alle Fotos im Text werden beim Anklicken auf 400*600 Pixel vergrößert. Sie erleben eine manuelle oder automatische Diaschau (je 9 Sekunden).

Bildeindrücke 2. Mai (Lossow-Finkenherd)
Vogelbeobachtungen

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Die Steilwand bei Lossow ist ca. 50 m hoch, darin brütet der Turmfalke und möglicherweise der Eisvogel, den wir mehrfach beobachteten. Die geringe Zahl der runden Löcher sagt eher, dass es wohl noch besseres Baumaterial für Eisvogel-Niströhren gibt.
Die 3 folgenden Bilder entstanden auf der Oberseite der Steilwand, was allerdings wegen Absturz- und Abbruchgefahr riskant ist. An dieser Sandbank auf dem polnischen Ufer rasteten später 1 Paar Flußseeschwalben und 1 Paar Gänsesäger.
Auf den Buhnen der polnischen Seite konnte sich ein teilweise schon recht alter Baumbestand entwickeln. An mehreren Stellen wird geangelt.
Blick von der Steilwand auf das deutsche Ufer: Hier sind die Buhnen gehölzfrei und wegen der noch anhaltenden Überströmung nur schwach zu erkennen. Das Hinterland macht neugierig, wir merken es uns für den Nachmittag vor.
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Zunächst gehen wir einen von Lossow ausgeschilderten Wanderweg entlang zum Fuße der Steilwand. Trotz der Steine, die vor ca. 2 Wochen angefahren wurden, gibt der Angler seinen Stammplatz nicht auf.
Von Finkenherd aus kommen wir nun zu einem der wohl interessantesten Standorte im Gebiet, einer Landzunge hinter dem Auslaufkanal des ehemaligen Kraftwerkes Finkenherd: Hier blicken wir auf die Steilwand und den benachbarten Steinhaufen.
Nur wenige Schritte entfernt prägen Flachgewässer die Aue, welche um diese Jahreszeit ihre vollen Pracht zeigt, im Hintergrund sehen wir wieder das Steilufer. Wohl aus diesem touristischen Grund wird gerade ein Rastplatz mit überdachten Bänken und Tischen errichtet.
Die Natur ist nicht mehr so unberührt, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag, aber unbestritten erhaltenswert.
 
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Ein Fischadler (nicht im Bild) fliegt über die Flachwasserzonen am deutschen Ufer, mit sinkendem Wasserstand werden diese teilweise trockenfallen.
Vom gepflasterten Deich aus sieht man um diese Jahreszeit einen Auwald, wie er kaum besser im Lehrbuch stehen könnte.
Wurzeller dieser Art bieten auch dem Eisvogel Brutmöglichkeiten, dieser ist noch nicht angebohrt, denn es gibt Alternativen.
Alle Fotos sind auf knapp 2 km Uferlinie und deren Hinterland entstanden, die heute von uns besuchte Gegend steht nicht unter Naturschutz !

Bildeindrücke 9. Mai (Lossow, Richtung Frankfurt)
Vogelbeobachtungen

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Nördlich der Steilwand sieht man strukturreiche ausgedehnte Flachwasserbereiche
Vor allem prägen langgestreckte Buhnen das Bild, die von Anglern gut besucht sind.
Jörg und Anja auf einer Buhne
Dieser Angler hat es sich im "Grünen" gemütlich gemacht.
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Die Buhnen dienen der Verbesserung der Schiffbarkeit der Oder. Für die Ruderer ist die Bergfahrt freilich harte Knochenarbeit, die strömungsberuhigten Stillwasserzonen am Ufer sind mal mehr und mal weniger strukturreich.
Kiesige und sandige Uferbereiche an der Oder waren früher häufiger Brutplatz von Flussuferläufer, Sandregenpfeifer oder Zwergseeschwalbe, die genannten Vögel sind nunmehr auf der Roten Liste Brandenburgs als "vom Aussterben bedroht" eingestuft.
Dennoch schafft der Buhnenverbau wichtige Sekundärbiotope, wenn die weitere Gestaltung der Kraft des Wassers überlassen wird. Insbesondere nimmt bei Duldung von Totholz in Flachwasserzonen die Vielfalt der Lebensräume weiter zu.
Die Autobahn im Hintergrund schafft einen merkwürdigen Kontrast zur überfluteten Aue. Der ausgedehnte Auwald ist NSG und kaum zugänglich. Uns haben Bachen mit Frischlingen abgeschreckt.
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Hat der Singschwan denn den Abflug seiner Artgenossen verpasst, die mit ihm an der Oder überwintert haben ? Seine Anwesenheit am 9. Mai ist jedenfalls bemerkenswert.
Dieser Singschwan hatte es scheinbar nicht eilig, er verweilte vielmehr die ganze Zeit in diesem Feuchtgebiet, als ob er hier zu brüten gedenke.  Nur ganz wenige Singschwäne brüten hier (Rote Liste). 
Da uns der Auwald nicht willkommen geheißen hatte, beendeten wir den Ausflug bei herrlichem Sonnenschein mit einem erfrischenden Bad am Sandstrand der Oder. Hier: Blick nach Süd.
Blick von unserer Badestelle gen Nord (Frankfurt). Der kleinräumigen Wechsel der Wassertiefen und der Beschaffenheit des Untergrundes war eine interessante Erfahrung.

 


Anfahrt zur Landzunge: Autobahnabfahrt Frankfurt, Bundesstraße 112 bis Finkenherd, im Ort links in die Seestraße abbiegen, über die Brücke fahren, Asphaltweg bis zum Sperrschild (Parkplatz), Deich nach links laufen (nordwärts)

 
Artenliste

 

Liste der beobachteten Vogelarten (davon * nur in Ortschaften - hier in Lossow)

Die Beobachtungen vom 9. Mai erfolgten nahezu ausschließlich unmittelbar am Ufer. Nachdem wir endlich einen Weg in den Auwald gefunden zu haben glaubten, querte vor uns eine Horde Wildschweine den Weg. Wir schätzten ungefähr 30 Bachen und mindestens 20 Frischlinge. Die letzten waren so winzig, dass man nur ihre Rücken gesehen haben. Vielleicht gab es auch noch kleinere, die gar nicht über das Gras hinausragten. 2 Bachen hatten unsere Witterung aufgenommen und standen beunruhigend lange knurrend vor uns, während wir wie angewurzelt standen und vergeblich Ausschau nach einem Kletterbaum hielten. Nachdem die Horde weg war, beschlossen wir einmütig, den Auwald lieber den zu Tieren überlassen.

 
Art (alle) 2. Mai 2002 9. Mai 2002
Graureiher
Höckerschwan
Singschwan
Stockente
Schellente
Gänsesäger
Rotmilan
Seeadler
Habicht
Mäusebussard
Fischadler
Turmfalke
Fasan
Teichralle*
Blessralle
Flussuferläufer
Flußseeschwalbe
Haustaube*
Ringeltaube
Türkentaube
Kuckuck
Eisvogel
Buntspecht
Mittelspecht
Feldlerche
Rauchschwalbe*
Mehlschwalbe*
Schafstelze
Gebirgsstelze
Bachstelze
Zaunkönig
Rotkehlchen
Nachtigall
Hausrotschwanz
Amsel
Wacholderdrossel
Singdrossel
Drosselrohrsänger
Gelbspötter
Klappergrasmücke
Dorngrasmücke
Gartengrasmücke
Mönchsgrasmücke
Zilpzalp
Trauerschnäpper
Schwanzmeise
Blaumeise
Kohlmeise
Kleiber
Gartenbaumläufer
Beutelmeise
Pirol
Eichelhäher
Elster
Kolkrabe
Nebelkrähe
Star
Haussperling*
Feldsperling
Buchfink
Girlitz*
Grünfink
Stieglitz*
Bluthänfling
Goldammer
Grauammer
Graureiher
Höckerschwan

Stockente
Schellente
Gänsesäger
Rotmilan

Habicht
Mäusebussard
Fischadler
Turmfalke
Fasan
Teichralle*
Blessralle

Flußseeschwalbe
Haustaube*
Ringeltaube

Kuckuck
Eisvogel
Buntspecht
Mittelspecht
Feldlerche
Rauchschwalbe*
Mehlschwalbe*

Gebirgsstelze
Bachstelze
Zaunkönig
Rotkehlchen
Nachtigall
Hausrotschwanz
Amsel
Wacholderdrossel
Singdrossel
Drosselrohrsänger

Klappergrasmücke
Dorngrasmücke
Gartengrasmücke
Mönchsgrasmücke
Zilpzalp
Trauerschnäpper

Blaumeise
Kohlmeise
Kleiber
Gartenbaumläufer


Eichelhäher
Elster
Kolkrabe
Nebelkrähe
Star
Haussperling*
Feldsperling
Buchfink
Girlitz*
Grünfink
Stieglitz*
Bluthänfling
Goldammer
Grauammer

Graureiher
Höckerschwan
Singschwan
Stockente

Gänsesäger
Rotmilan
Seeadler



Turmfalke
Fasan


Flussuferläufer


Ringeltaube
Türkentaube
Kuckuck
Eisvogel



Rauchschwalbe
Mehlschwalbe*
Schafstelze

Bachstelze


Nachtigall

Amsel


Drosselrohrsänger
Gelbspötter
Klappergrasmücke
Dorngrasmücke
Gartengrasmücke
Mönchsgrasmücke
Zilpzalp
Trauerschnäpper
Schwanzmeise


Kleiber

Beutelmeise
Pirol



Nebelkrähe
Star


Buchfink
Girlitz*
Grünfink

Bluthänfling
Goldammer


 

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