Die fluss- und seenartige Abschnitte der Dahme sind alle einen Besuch wert,
manche sind es ganz besonders. Mit etwas Glück sind hier einzigartige Beobachtungen
von Adlern aus der Nähe möglich. Sicher trägt auch die relativ
geringe Frequentierung durch den Menschen mit dazu bei.
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Lautlos gleitet eine markante Silhuette mit einem gewaltigen gelben
Schnabel an uns vorbei.
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Bei der Kurve zeigt er seine brettartigen Schwingen, ein Seeadler.
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Augen und Fänge sind nach unten gerichtet, um einen Fisch aus dem
Wasser zu holen.
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Diesmal hat es nicht geklappt, ohne Beute fliegt der Seeadler zum Waldrand.
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Beim Landen leuchtet der weiße Schwanz vor dem dunklen Wald wie
eine Laterne, unverkennbar haben wir einen Altvogel vor uns.
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Sein Jagdrevier teilt er sich mit dem Fischadler, so hatte ich das Glück,
auch diese Art (nächstes Bild) beutefangend zu beobachten, leider
ohne schussbereite Kamera.
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Urplötzlich fliegt 18.15 Uhr der Fischadler heran. In den Sekunden,
wo ich den Fotoapparat auspacke, hat er schon einen Fisch ganz in unserer
Nähe aus dem Wasser geholt.
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Mit seiner Beute fliegt er auf eine Reusenstange. Den Fisch verzehren
kann er dort indes nicht, denn mehrere Möwen attakieren ihn aus der
Luft. Der Fischadler entschließt sich zur Flucht.
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Orts- und Szenenwechsel. Ein Schauspiel anderer Art waren die um die
Mittagszeit einfallenden Graugänse.
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Sie kommen näher ...
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und näher ...
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und landen ? - oder solte man treffender "wassern" sagen ?
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Wir erkennen die Färbung einzelner Federn wie nie zuvor.
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Wie schon bei den Adlern bewährt sich das Boot als Versteck.
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Von Land aus wären solche Aufnahmen kaum möglich.
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Von wegen "Grau", die Art ist farbenfroh, zumindest im Flug.
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Interessiert zeigen sich auch die anderen Bootsausflügler.
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Gut für die Seele sind auch die Lichtspiele der Abenddämmerung.
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Mit jeder Minute ein wenig anders.
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Ein Höckerschwan schwimmt zielstrebig alle Boote an, um ein Abendbrot
zu erhaschen.
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Satt und zufrieden wird er die Nacht verbringen. Am nächsten Morgen
wird er uns zeigen, wie geschickt er beim natürlichen Nahrungserwerb
ist.
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Doch meine allererste Beobachtung im Morgenrot ist ein Seeadler, der
vergeblich ein erstes Frühstück sucht.
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Er begehrt diesselbe Reusenstange wie der Fischadler als zeitweilige
Sitzwarte, von den übrigen Wasservögeln wird er ignoriert.
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Während unseres Frühstücks hefte ich die Augen in den
Himmel, es ist nur eine Frage der Zeit, und der Seeadler erscheint wieder,
da gleich noch ein zweiter !
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