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NP Unteres Odertal

Foto-Radtour mit Vogelbeobachtung im Nasspolder zwischen Sommer- und Winterdeich im Oderabschnitt Schwedt - Stolpe
14.- 15.4.2007

Was sind Polder?

Alle Miniaturen werden beim Anklicken auf 800x533 Pixel vergrößert.
Alle Fotos sind selbsterstellt und unterliegen dem Copyright © der Familie Eidner.

Der Nationalpark Unteres Odertal wurde 1995 gegründet und von Anfang an als Bestandteil eines deutsch-polnischen Naturschutzprojektes angelegt. Er umfasst das Gebiet von Hohensaaten bis Stettin in einer Länge von ca. 60 km. Das Untere Odertal gilt als einer der größten Überflutungsräume Mitteleuropas. Die natürlichen Gegebenheiten, aber auch die unmittelbare Grenzlage zu Polen haben bewirkt, dass das Untere Odertal nicht weiter verbaut wurde und so die überaus artenreiche Auenlandschaft erhalten geblieben ist.
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Der asphaltierte Winterdeich bietet sich zum Radeln besonders an. Westwärts schauen wir auf die Hohensaaten-Freidrichsthaler Wasserstraße, einen parallel der Oder verlaufenden Schifffahrtskanal. Blicken wir gen Ost, können wir die Oder in der Ferne erahnen. Alljährlich etwa von Mitte November bis Mitte April sind die Nasspolder zwischen Gatow und Stützkow geflutet. Dem Besucher zeigt sich eine großartige Überflutungslandschaft, die stellenweise mit Ansammlungen von Wasservögeln in einer hohen Artenvielfalt bestückt ist.
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Wir übernachten in der Pension "Storchennest" in Criewen, die wir gern weiterempfehlen (03332-51 63 67). Das Nest ist besetzt, wenn nicht gerade "unsere Störche" auf Nahrung aufnehmen. Als unerwartetes ornithologisches Highlight zeigt sich am 14.4. eine Raubseeschwalbe ca. 3 km nördlich von Criewen im Nasspolder. Es hat sich gelohnt, den Pulk von 122 Möwenartigen einzeln durchzusehen. Ein Foto kann ich leider nicht anbieten, dazu war die Entfernung zu groß, aber ein einheimischer Ornithologe hat den seltenen Durchzügler mit entsprechender Ausrüstung durch sein Spektiv fotografiert (digiskopiert). Seeadlerbeobachtungen gehören im NP Unteres Odertal zwar zu den Alltäglichkeiten, aber trotzdem immer wieder reizvoll. Die Bilder zeigen bis zu 4 Adler gleichzeitig, dabei handelt es sich noch um unausgefärbte Jungvögel.
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Die Abend- und Morgendämmerung ist nicht nur für Vogelbeobachtungen interessant, sondern auch die Zeit, wo das Licht am schönsten ist und sich die Landschaft von Minute zu Minute verändert.
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Auch das Hinterland hat etwas zu bieten. Auf dem Quellerlebnispfad südlich vom Nationalparkhaus Criewen finden wir im riesigen Wurzelteller eines umgefallenen Baumes ein sehr verdächtiges frisches Loch. Alles deutet daraufhin, dass es zu einem Eisvogel-"Brutkessel" führt. Wir wollen nicht stören, ohnehin wollen wir weiter, nämlich zum eigentlichen Bett der Oder. Dazu nutzen wir die ganzjährig befahrbare Querverbindung vom Winter- zum Sommerdeich bei Stolpe.

An den Oderstrom kommen wir diesmal nicht näher heran, als auf dem 3. Bild von links zu erahnen ist. Dennoch ist in der Vergrößerung zu erkennen, dass die paradiesischen Zeiten für die Natur der Vergangenheit angehören. Es wird massiv gebaut, um die Schiffbarkeit der Oder zu verbessern. Für eine längere Fahrt auf dem Sommerdeich bietet sich auf der Nordseite die Querverbindung in Gatow an. Diese ist allerdings nicht ganzjährig befahr- bzw. begehbar. Aktuelle Informationen für die Planung einer Tour einzuholen können im Info-Zentrum des Nationalparks telefonisch erfragt werden (Tel. der NP-Verwaltung in Schwedt: 03332-25470).

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Mehr als zur oder selbst zieht es uns in die Überflutungsbereiche, die sowohl aus fotografischer als auch aus ornithologischer Sicht sehr abwechslungsreich sind. Darum fahren wir auf einem Damm auf der Höhe von Stützkow, der die Grenzlinie zwischen den Nass- und Trockenpoldern markiert, zurück zum Winterdeich und finden auf dem Rückweg zahlreiche Motive, die uns immer wieder vom Rad absteigen lassen.
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Eins ist klar: Zwei Tage sind zwar besser als nur ein Tag, aber dennoch zu wenig. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!